Weniger Impfen ist gesünder

WSAVA publizierte in der Zeitschrift Schweizer Hunde folgende Richtline über das Impfen von Hundewelpen (Ausgabe Aug./Sept. 2013):

Wichtige Aussage:
Die regelmässig durchgeführten "Auffrischungsimpfungen" gegen Staupe-Hepatitis-Parvo (SHP) erhöhen den Schutz der Impfung nicht. Grundsätzlich wird empfohlen, alle Welpen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose zu impfen. In Ländern mit Tollwutvorkommen sollte die Tollwutimpfung ebenfalls zum Standardprogramm für Welpen gehören. (Ergänzung zu Tollwut: In der Schweiz nur bei Ausreise aus der Schweiz vorgeschrieben)

Die letzte Welpenimpfung sollte im Alter von 14 bis 16 Wochen (nicht früher) erfolgen. Anschliessend sollte für 98 Prozent der geimpften Welpen ein jahrelanger, wenn nicht lebenslanger Schutz bestehen. 

Der Weltverband empfiehlt eine Auffrischungsimpfung 12 Monate nach Abschluss des ersten Impfgangs. Hier geht es nur darum, die Hunde aufzufangen, die beim ersten Impfgang "durchgefallen" sind. Bei einem immunen Hund seien weitere Auffrischungsimpfungen unnütz und wirkungslos.

Ausdrücklich wird empfohlen, so wenig Impfungen wie möglich zu geben, um den Körper der Tiere nicht unnötig zu belasten. Mit Tiertests (Blutabnahme und Antikörperbestimmung) lässt sich feststellen, ob der Hund immun ist, auch die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung nach 12 Monaten liesse sich darüber bestimmen.

Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin gibt jährlich eine Impfempfehlung heraus. Details finden Sie hier.